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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zündschloß versagt


batzen68
15.09.2008, 01:21
Hallo Leute dies ist mir letzte Woche zweimal passiert.
Dreh den Zündschlüssel rum nichts passiert :gruebel:dreh Ihn auf Grundstellung zurück geht alles an. Nochmaliges drehen brachte alles wieder in den Normalzustand.
Ist das schon mal jemandem passiert.
Sie war nicht im Regen.
Werds weiter beobachten und wenns häufiger wird in die Werkstatt bringen.

Grüße Rainer

bigmie
15.09.2008, 22:51
Moin du alte Frohnatur, wech mit dem Ding sag ich dir.

Ich habe auf meiner NewChurch Anfahrt 2007 auf halber Strecke 4 Stunden mit einem defekten Zündschloss gekämpft, es für kurze Zeit notdürftig repariert und letztendlich ein neues erhalten. Ich habe dazu - meine ich - hier auch im Forum umfangreich den Fehler gepostet. Leider finde ich meinen Beitrag - trotz komfortabler Suche - nicht mehr. Es lag an gebrochenen Lötstellen der Zuleitungskabel und verbogenen Federbeinchen im Innern des Zündschloss. Irgendwann bei einer Kurvenfahrt war Feierabend. Alle Instrumente spielten kurz verrückt und dann kam das totale Aus.

Ich habe den gesamten Schlüsselsatz auf Garantie neu bekommen; ansonsten hast du für das Zündschloss und den Tank/Sitzbankschloss unterschiedliche Schlüssel. Das nervt.

Munter bleiben!

bigmie

batzen68
15.09.2008, 23:49
danke Alter.
Ich hab nähmlich auch keinen Beitrag gefunden.
Dann fahr ich mal zu Händler und reiß es raus.

Merci Bigmie

bigmie
16.09.2008, 00:03
Rainer, falls dein Händler Mätzchen macht soll er mal bei meinen anrufen. Udo Kölle in Syke bei Bremen, Tel. 04242/920310, und sein Edel-R3-Schrauber Klaus kann von meinem Ausfall aus dem Nähkästchen plaudern.

Bis denne mal und bis dahin immer hart am Wind bleiben....

bigmie

vkr
16.09.2008, 19:51
...Leider finde ich meinen Beitrag - trotz komfortabler Suche - nicht mehr. ...
Und das trotz kriminalistischem Instinkt ;)
(K)eine Geschichte aus dem Paulaner-Garten

Ich möchte euch noch an meinen "traumatischen" Anfahrtserlebnis nach Neukirchen teilhaben lassen.

Nach ca. 200 km Wegstrecke ging mir die R3 in Witzenhausen in der Ortschaft bei langsamer Kurvenfahrt aus. Die Zeiger der Instrumente drehten wie wild hin und her. Trotz Schreck habe ich sie kurzfristig wieder starten können. Wieder wildes Zeiger und Lampengeflatter. Dann jedoch alles aus.

Ich rollte in der Nähe einer kombinierten KIA - und Rasenmäherwerkstatt und blieb dort mit einem fettem Fragezeichen im Kopf stehen. Nach kurzer Zeit kamen die vorausgefahrenen Truppenteile zurück und es begann erstmal wildes Spekulieren was der neuwertige Eisenhaufen wohl für ein Problem ausweist.

Gott sei Dank war unter uns ein Mechaniker.

Erste Diagnose: Die Wegfahrsperre der Alarmanlage spinnt. Ich hatte schon einmal Probleme mit der Alarmanlage und hatte eine neue bekommen.

Das Ding läßt sich aber nicht so einfach deaktivieren. Also fuhr eine zweiköpfige Abordnung zum nächsten Triumph-Händler der Firma Schlaak bei Kassel (ca. 100 km Hin- und Rücktour) um dort den Blindstecker zu besorgen. www.kassel-suzuki.de (http://www.kassel-suzuki.de/)

Währenddessen wir noch die Dicke am offenen Herzen betrachteten und die Kabel prüften, war kurz Zündung da. Hmmm....? Also doch evtl. Kabelbruch...

Dann kams ganz dicke von oben und auf freundliche Anfrage ließ man uns ein Stück in die KIA Werkstatt rollen. Die Rasenmähermänner waren von dem Männermotorrrad ganz begeistert und ab dann super freundlich und hilfsbereit.

Nachdem Entfernen von viel Isoliermaterial kamen wir immer weiter in Richtung Zündschloß. Geht, Geht nicht, geht, hieß das Wechsel-Spiel.

Unten am Zündschloß angekommen - nachdem Abbau der Verkleidung, Lampen usw. - war auf Ruckeln der Fehler reproduzierbar. Die Kabel schienen aber alle o.k. zu sein.

Also weiter den Strang entlang. Den Schutzdeckel unten vom Zündschloß abgepult. Das das geht, hatte keiner gedacht. Normalerweise waren wir auf verschweißt, verklebt oder sonstwie gesichert eingestellt.

Nun lag der Blick frei und man sah, dass ein weißes Kabel von der Grundplatte abstand. Eine kalte gebrochene Lötstelle wurde diagnostiziert.

Die KIA Werkstatt war gut gerüstet und wir haben das Kabel wieder angelötet. Test.... Alles lief. Wunderbar und meine Augen strahlten. Bis dahin hatte ich mich innerlich schon von den Bergen und dem Treffen verabschiedet und mich schon auf eine erste Inanspruchnahme meiner ADAC Mitgliedschaft eingestellt.

Nu fix alles wieder zusammen geschraubt und die Weiterfahrt angekündigt. Beim Rausrollen aus der Werkstatt wollte ich die Kiste starten.

Aber... schei... wieder keine Zündung. Ich hätte in den Lenker beißen können. Wieder rein, wieder alles abbauen, wieder das frische Isoliermaterial runterschneiden usw.

Durchatmen, nachdenken, ein kurzer Joke ... Ich hatte nun vollends die Berge abgeschrieben. Da hatte ich jedoch nicht die Rechnung ohne unseren Klaus gemacht.

Dr. Süssiphus baute nun noch den Rest vom Zündschloß mit der Bemerkung - nun kommen sicherlich gleich Kügelchen und Federn angeflogen - auseinander. Dann wäre endgültig Schluß.

Aber siehe da, nach dem Herauspuhlen der Grundplatte - watt nicht alles geht - kam eine kleine weiße Kunststoffscheibe zum Vorschein, auf der drei kleine federgelagerte Messingkontakte sitzen. Zwei Kontakte gewegten sich akkurat, der dritte hakelte.

Die Teile habe kleine Führungsbeinchen und beim dritten Ding waren diese leicht verbogen. Weiß der Schinder warum.

Diese beiden Beinchen hat der Mechanikus gerade gebogen und
die Feder drücke auch diesen Kontakt wieder hoch.

Es folgte das bereits bekannte Zusammenbauprozedere unter ständigem Testen der Zündung. Es mußte noch eine Sicherung für das Rücklicht ersetzt werden, die es bei der Aktion zerlegt hatte.

Der Bock lief nach 4 Stunden Wechselbad der Gefühle, 45 nicht jugendfreien Kraftausdrücken und 80 Tassen Kaffee tatsächlich wieder und hat den Rest der Fahrt einwandfrei durchgehalten.

Nur durch das beharrliche und akribische "Schrauben" unseres Mechanikers - dem wurde mit etlichen Bieren und festem Schulterklopfen bis in den Meachinker-Olymp gedankt - habe ich dann doch noch die Berge gesehen und all die netten Leute auf dem TriDays getroffen.

An dieser Stelle danke ich auch Jochen SCHLAAK aus Ahnatal bei Kassel www.kassel-suzuki.de (http://www.kassel-suzuki.de/) ,der aus seinem Vorführer ohne zu Zucken den Blindstecker ausgebaut hatte und auch sein Zündschloß zur Verfügung stellen wollte. Auch wenn diese Teile nicht die Entscheidenden waren, hat er sich als Triumph-Händler einen guten Namen gemacht und bei uns fette Sympathiepunkte gesammelt.

Gedankt seien auch Manni und Reinhard, die trotz Platzregens nach Kassel "gestochen" sind, um die Teile zu besorgen.

Und die Moral von der Geschichte...

Hier hat die Kameradschaft den Qualitätsmangel besiegt und mir aufgezeigt, dass ich mit den richtigen Leute unterwegs war.

bigmie

wcoellen
16.09.2008, 20:12
klasse Aktion von den beteiligten Helfern!!
Eine Frage: wer ist der Schinder? :gruebel:

Köstlich
17.09.2008, 20:21
Grüetzi mitenand
hatte letztes Jahr gleiches Problem, blieb an einem schönen Sonntagnachmittag mit meiner Dicken Jg. 2004 in Basel stehen. Der gelbe Engel der Schweiz TCS hat mir das Zündschloss überbrückt damit ich nach Hause kam. Kosten vom neuen Zündschloss musste ich selber tragen und habe jetzt eben zwei verschiedene Schlüssel, hab mich daran gewöhnt.
Allso sofort raus mit dem Ding, wenn ihr erste Anzeichen bemerkt.

Gruss aus der Schweiz

Heinz